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| Sieht aus wie Leder - ist aber unwahrscheinlich sensibel! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Einige Gedanken über das Riechvermögen! Ich will einmal davon ausgehen, dass der Hund in einer Geruchswelt lebt. Es ist bei ihm der am stärksten ausgeprägte Sinn. Man kann es im Alltag immer wieder sehen - er überzeugt sich immer mit der Nase. Alles was er sieht, wird immer auch beschnuppert, er traut seiner Nase viel mehr als seinen Augen. Auch wenn er etwas hört und es besteht die Möglichkeit es zu beriechen, dann tut er es. Und wie eben der Mensch ist, wird diese Eigenschaft des Hundes zu seinen Zwecken ausgenützt. Sei es als Fährtenhund, Lawinenhund zu Katerstropheneinsätzen oder zur Suchtgiftsuche. Ich möchte mich hier besonders dem Fährtenhund widmen. Also, dass der Hund gerne riecht ist bekannt, aber was veranlasst ihn eine Fährte aufzunehmen? Nichts! Unserem heutigen Hund, dem es ja zu Hause gut geht und der ja nicht darauf angewiesen ist sein Futter selbst zu beschaffen, interessiert eine Fährte nur soweit, dass er neugierig ist, neugierig was sich dahinter oder am Ende verbirgt. Und diese Neugierde wird aber auch vom Gesichtssinn mit geprägt und er stöbert. Jede Kleinigkeit neben der Fährte, die er sieht wird auch berochen. Dies ist aber nicht erwünscht, da doch von ihm ein gezieltes Suchen verlangt wird. Also, er soll die aufgenommene Spur/Fährte verfolgen. Jetzt muß man noch festhalten was ist eine Fährte, woraus besteht sie? Eine Fährte setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. So wie z.B. eine Speise, die aus Fleisch und den Gewürzen besteht. Der fährtenleitende Geruch besteht aus dem zerstörten" Gelände. Der Saft von zertretenen Gräsern, zertretenen, kleinen Organismen, kurz der Unterschied zwischen dem was unter der Schuhsohle und dem neben der Schuhsohle ist. Also, die Bodenverletzung würde ich das Fleisch" nennen. Aber da sind noch die Gewürze". Die bestehen aus Abfallprodukten" des Fährtenlegers. Es sind dies Partikel der Kleidung, der Haut, des Schuhwerks ja sogar das Deodorant oder Rasierwasser spielt eine Rolle. Auch das Wetter darf man nicht außer acht lassen. Natürlich ist bei kühlem oder feuchtem Wetter die Geruchsabgabe größer. Wenn es sehr trocken und auch noch heiß ist, ist es für den Hund viel schwieriger, die Bodenverletzung zu erkennen. Dann kommt auch noch der Wind. Man muß sich die Fährte - das Trittsiegel (Schuhabdruck) - als ein rauchendes Feuer vorstellen - je höher der Hund mit der Nase ist umso mehr wird seitlich mit dem Wind abweichen - der Geruch (Rauch)- mit dem Wind vertragen, er wird mit dem Wind von der Fährte abweichen. Darum soll er auch möglichst mit tiefer Nase suchen - weil exakter! Auf einer frisch gemähten Wiese ist das Suchen viel schwieriger, da die Säfte der gemähten Wiese alles überlagern und die darauf gelegte Fährte kaum stärker riechen kann. Hohes Gras hat den Vorteil, daß mehr "Geruch" angeboten wird und das Gras durch den Fährtenlegr doch einige Zeit liegen bleibt, ist aber nicht optimal, da ja der Hund mit hoher Nase zum Suchen animiert wird - was ja nicht in unserem Sinne wäre. Und zu guter Letzt die Zeit. Ich persönlich habe schon erlebt, dass ein Hund bei halbwegs gutem Wetter eine Fährte nach 5 Stunden noch aufgenommen hat. Aber das ist sicher nicht das Maximum. Ich habe auch schon selbst gesehen, dass ein Hund eine 2 Stunden alte Fährte, die während seiner Arbeit frisch mit Jauche gedüngt wurde, nicht vom Suchen abbringen konnte. Das Riechvermögen eines Hundes ist für uns kaum vorstellbar. Aber jetzt kommt unsere Arbeit. Wir müssen den Hund animieren und motivieren eine Fährte aufzunehmen. Also diese Fährte zu verfolgen. Man muß ihn dazu bringen auf den Boden neugierig zu werden. Ist er ja meist - aber er soll ja etwas Bestimmtes am Boden suchen. Und zu guter Letzt die Zeit. Ich persönlich habe schon erlebt, dass ein Hund bei halbwegs gutem Wetter eine Fährte nach 5 Stunden noch aufgenommen hat. Aber das ist sicher nicht das Maximum. Ich habe auch schon selbst gesehen, dass ein Hund eine 2 Stunden alte Fährte, die während seiner Arbeit frisch mit Jauche gedüngt wurde, nicht vom Suchen abbringen konnte. Das Riechvermögen eines Hundes ist für uns kaum vorstellbar. Aber jetzt kommt unsere Arbeit. Wir müssen den Hund animieren und motivieren eine Fährte aufzunehmen. Also diese Fährte zu verfolgen. Man muß ihn dazu bringen auf den Boden neugierig zu werden. Ist er ja meist - aber er soll ja etwas Bestimmtes am Boden suchen. Und jetzt was ist zu tun: Wir benötigen einen Stock als Abgangskennzeichen - einen Gegenstand aus Stoff ca. 3cm durchmesser und etwas 10 cm lang (Stoff von einer alten Jeanshose zusammengerollt und gebunden damit er nicht auseinanderrollt). Fährtenleine 10 Meter lang. Den Kleinen (es geht schon mit 4 -5 Monaten) bindenden wir mit der Leine fest - entfernen uns ein paar Schritte - stecken den Abgangsstock in den Boden und treten vor dem Stock eine Fläche etwa 50 x 50 cm ab. Nicht scharren!Jetzt nehmen wir die Fährtenleine - lassen sie bis zum Boden hängen (den Rest haben wir eingerollt in der Hand. Am Karabiener der Leine höngen wir den Gegenstand an. Jetzt machen wir den Kleinen - der uns schon die ganze Zeit beobachtet hat - auf den Gegenstand aufmerksam. Ach der springt und bellt! Wir lassen den Gegenstand am Boden springen und beginne mit ganz kleinen Schritten zu gehen mit Blick auf den Hund - der Gegenstand hüpft noch immer hinter uns her. Sollte die Aufmerksamkeit erlahmen - wieder aufmerksam machen.Das alles darf aber nicht zu lange dauern, sonst verliert er die Interesse. Nach etwa 10 - 12 Metern werden unser Schritte langsam größer. Etwa 60 Meter sind genug für´s Erste. Wir legen den Gegenstand nach eben den 60 Metern ab und gehen im weiten Bogen zurück. Nun hängen wir den Hund an die Fährtenleine und gehen zum Abgang Wir geben dem Hund aber nicht die ganze Länge der Leine - nur so viel, daß er 2 -3 Meter von uns weg kann.Wenn er unseren Fährtenverlauf zu suchen beginnt, lassen wir etwas mehr - beginnt er stark zu pendeln (also links und rechts suchen) nehmen wir sie etwas kürzer. Sucht er richtig dann loben wir ihn mit leisen Worten.Aber wahrscheinlich wird er losstürmen nur um dieses hüpfende Ding zu finden - da bleibt die Leine auch kurz. Er soll sich ja nur so schnell bewegen als wir mit flottem Schritt gehen. Sind wir beim Gegenstand endlich angekommen wir er belobt - aber auf ruhige Art-wir wollen ihn ja dazu erziehen, daß den Gegenstand zu finden nicht mit ihm zu spielen heißt. Den Gegenstand nehmen wir ihn aus den Fang - beloben den Hund und haben ein Spielzeug mit - mit dem er dan spielen kann - aber nicht direkt auf der Fährte. So eine Fährte soll man aber nur in längeren Zeitintervallen machen, da es für den Hund sehr anstrengend ist. Also maximal eine am frühen Morgen und eine am Abend. Als Gelände wäre kurzer aber nicht frisch gemähter Rasen. Ach ein Acker könnte es sein - nicht frisch geackert. Wenn er diese erste Arbeit gut gemacht hat, dann gehen wir eine Stufe weiter. Wir machen das Gleiche noch mal aber machen einen rechten Winkel und zwar nach ca. 60 Metern, dann noch mal 20 bis 30 Meter, legen dort den Gegenstand ab. Aber es soltenl doch zwischen erster und zweiter Fährte ca. 2 Stunden Zeit verstreichen. Es ist auch wichtig, dass Sie sich den Winkel ganz genau merken - nicht ungefähr. Sie sollen ja sehen, dass er ganz genau abbiegt und nur da können sie sehen ob er wirklich genau arbeitet. Wichtig ist auch, dass sie immer für die gleiche Arbeit das gleich Wort verwenden. Und nur ein Wort! Ein Hund hat nur eine gewisse Aufnahmekapazität, wenn sie da hinter ihm einen "Roman" erzählen, verwirren sie ihn nur. Ich würde sagen, daß die Fährtenarbeit der schönste Teil der Abrichtung ist. Genau hier kann man sehen, was eine Hundenase leisten kann. Ich bin aber auch gerne bereit mit Auskünften zur Verfügung zu stehen. info@herosboxer.com | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||