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Hier: Institut für Tierzucht, Vererbungs- und Konstitionsforschung der Ludwig-Maximilians-Universität zu München Vorstand: Professor Dr. Dr. H. Bauer IV Zuchtbücher 1) Bestimmungen, die den Zuchtbetrieb regeln. Diese wurden in der Hundezucht 1941 vom "Reichsverband für das Hundewesen" unter Berücksichtigung der Sonderbestimmungen für jede Hunderasse verbindlich erlassen. 1934 wird vom "Reichsverband für das Deutsche Hundewesen" bestimmt, daß: 1) Nur noch 6 Welpen aus jedem Wurf in das Zuchtbuch eingetragen werden dürfen. 2) Der Reichsiegertitel bei Diensthunden nur an Hunde mit einem Abstammungskennzeichen vergeben werden darf. 1935 werden die kynologischen Vereine im "Reichsverband für das Deutsche Hundewesen" (RDH) zusammengefaßt und einheitliche Bestimmungen für die Zuchtbuchführung festgelegt. Von der "Reichsfachgruppe für das Deutsche Hundewesen", die dem Oberkommando des Heeres unterstellt ist, wird 1938 bestimmt, daß keine Scheckenboxer und nur noch Würfe von Eltern, von denen mindestens ein Teil ein Ausbildungskennzeichen besitzt, in das Zuchtbuch aufgenommen werden dürfen. 1941 erschienen die allgemein verbindlichen Zuchtbestimmungen, die die Grundlage der Bestimmungen des Boxer-Klubs über das Zuchtwesen darstellen. Hiernach mußten Schecken, schwarze und weiße Welpen nach der Geburt sofort getötet werden, und Rüden mit Hodenmängeln gekennzeichnet und in die Liste der zuchtverbotenen Boxer aufgenommen werden. Am 8. Juli 1947 erhielt die Gruppe München die Lizenzierung, die eine erfolgreiche Weiterarbeit der Geschäfts- und Zuchtbuchstelle ermöglichte Chronik des Deutschen Boxerklub e.V | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Eine sehr interessante Ansicht einer maßgeblichen Boxerkennerin! Zu allem Übel wurde Anfang der fünfziger Jahre der Versuch unternommen, die Weißerbigkeit aus der Zucht zu verbannen. Weiße Abzeichen waren im Ausstellungsring verpönt. Die Kampagne sollte sich nicht vorteilhaft auf den Boxertyp auswirken. Man schaffte es natürlich verhältnismäßig schnell, den Anteil der Weißen auf einen niedrigen Stand zu bringen. Die mit Weißerbigkeit belasteten Rüden mussten einfach gemieden werden. Es machte sich aber bald ein Qualitätsabfall bemerkbar. Viele Hunde verloren an Typ, sie wurden substanzarm und feinknochig, sie zeigten einen fremdartigen Ausdruck vor allem durch schwach pigmentierte Masken. Wie zu verfolgen ist, wurde die weiße Farbe in der Ursprungsmasse des Boxers von Anbeginn verankert. Auch die Erfahrung hat uns immer wieder gezeigt, dass die Welpen mit Weißbelastung nicht nur intensiver pigmentiert sind, sie sind ausdrucksvoller, substanzvoller und stärker im Knochenbau als ihre einfarbigen Geschwister. Hier haben wir es offenbar mit Koppelungen der Gene zu tun. So gesehen befindet sich die Boxerzucht ständig auf einer engen Gratwanderung. Einerseits sollen die vom Standard geforderten Kopfmerkmale Stirnabsatz und Vorbiss, die Vitalität und intensive Pigmentierung erhalten werden und auf der anderen Seite will man die anderen mit dem Bulldogblut verknüpften Merkmale wie übertrieben schwere Köpfe und lockere Gebäude meiden. Fatalerweise sind gesundheitliche Probleme wie Atemschwierigkeiten und Störungen der Mobilität oft dann zu beobachten, wenn die Typmerkmale des Boxers ins Extrem getrieben werden. Es liegt an der Geschicklichkeit der Züchter, hier eine Balance zu finden. Das heißt einerseits soll die Verbreitung des Weiß in Grenzen gehalten werden und gleichzeitig sollen die im Standard geforderten mit der weißen Farbe offenbar gekoppelten positiven Typ-Merkmale des Boxers erhalten bleiben. Es liegt an der Geschicklichkeit der Züchter, dafür zu sorgen, dass die Ganzheit bezüglich Rassetyp, Gesundheit und Leistungsfähigkeit nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Entnommen von Fr. Karin Rezewskis Homepage | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||