Nicht die Hunde müssen unser Sprache lernen - sondern wir müssen lernen wie wir ihnen unsere Sprache verständlich zu machen!
Ursache und Wirkung:
Für uns Menschen etwas logisches! Aber menschlich logisches. Unsere Hunde haben da eine doch etwas andere Logik. Einem Kind z.B. kann man sagen. daß es etwas falsch gemacht hat - auch wenn es schon einige Zeit zurück liegt. Man kann es mit Worten sagen.
Bei einem Hund ist das anders - er wird nur das Unmittelbare verstehen. Man kann ihm nicht sagen, daß das vor einiger Zeit angestellte falsch ist.
Nehmen wir an er hat ins Zimmer gemacht. Sie kommen bei der Tür herein und sehen die Bescherung. „ Was hast du da gemacht - das ist doch pfui" - nun aus der Sicht des Hundes - den Haufen hat er schon vor einiger Zeit gemacht, jetzt kommt Herrchen und schimpft für das freudige Herankommen? Das ist nämlich die unmittelbare Verknüpfung!
Es fängt ja schon damit an, dass der Hund die Worte nicht versteht. Er weiß nicht was > Pfui < oder > Brav< bedeutet. Er muß vorerst mal die Worte und die Verknüpfung mit Diesen. kennen lernen. In weiterer Folge muß er verstehen lernen was eine „böse Stimme" und was eine „liebe Stimme„ ist.
Aber er wird nie verstehen, dass er für etwas bestraft wird, was schon vor einiger Zeit geschehen ist und war es auch nur eine Minute. Er Versteht nur die Verknüpfung mit dem unmittelbar Geschehenem.

Ein Beispiel: Eine Hündin von mir hat jedes Mal, wenn ich sie im Auto sitzen ließ und weg ging, irgendetwas im Auto kaputt gemacht - auch wenn ich nur ganz kurz weg war. Nichts hat geholfen. Einmal war die Tapezierung der Vordersitze kaputt, dann die Drähte zu den Lautsprechern abgerissen. Aber das liebste waren die Gummidichtungen an den Fenstern. Die hat sie mir 3- oder 4-mal herausgerissen. Jedes Mal 35 Euro! Ich war schon verzweifelt - nichts hat geholfen - kein Schimpfen und keine sonstige Strafe. Eines Tages stehe ich mit einem Bekannten neben dem Auto und wir haben miteinander gesprochen. Ich traue meinen Augen nicht - sie macht sich gerade wieder über die Fensterdichtung her. Ich bin mit einem lauten Aufschrei „Pfui ist das" hin gesprungen und habe ganz fest mit der flachen Hand gegen das Fenster geschlagen. Natürlich ist sie erschrocken. ABER sie hat nie mehr etwas zerstört - nie mehr!
Es war das typisch - ich hatte sie im Flagranti erwischt.
Also zeigt das, das Hunde nur auf unmittelbarem Reagieren und nur das verstehen.
Es hat absolut keinen Sinn ihn für etwas zu bestrafen, das schon einige Zeit zurück liegt.
Natürlich ist es schwer, wenn der Hund seine Notdurft in der Wohnung macht, man kann ja nicht warten bis er es tut. Aber man kann mit ihm so lange Gassi gehen bis er es tut und dabei großartig beloben - aber nicht bis er fertig ist und schon wieder vom "Tatplatz"weggeht, sondern während er das tut.
All dies Obige wird er sich nicht beim ersten Mal verstanden haben - man muß das alles schon einige Male machen, bis der Hund das verstanden hat!