Einige Anectoten über unsere Hunde!
Verzweifelt!
Ich bin Hundesitter bei einem Kumpel im Haus für drei Rüden - natürlich Boxer - und einer Hündin. Drei sind von mir und einer fast. Es ist Samstag abend:
Weil die Listis alle faul dem Computer ausweichen - was mach ich? Hau mich vor die Glotze und seh da irgendwas. Die Hunde knotzen da irgendwo im Wohnzimmer herum und ich dränge mich dazwischen auf die Bank. Der Film ist aus und ich will noch mit den Hunden in den Garten gehen. Doch wo ist Schöberl, der ist nicht zu finden. Überall suche ich ihn und werde dabei immer hektischer. Ja, vielleicht ist er alleine in den Garten gegangen - mein Rufen hilft nicht - ich schreie auch immer "gib Laut" - nichts. Die wüstesten Gedanken kommen. Vielleicht hat jemand Gift über den Zaun..... Tiere verkriechen sich oft bei großen Schmerzen... also im Garten hinter jeden Strauch gesehen - Nichts!
Da kommt Panik auf..... es gibt doch so eine Chinesenmafia, die Hunde klauen und zum essen zubereiten - mit Vorliebe doggenartige Hunde. Also, so leicht bringt man Schoeberl nicht über den Zaun, noch dazu sind oben am Zaun lauter 6-7cm lange Spieße. Taschenlampe geholt und nachgesehen, ob irgendwo Blut an den Zaunstacheln ist - der Zaun ist doch ca.18ocm hoch. Nix. Anruf bei meiner Frau, die irgendwo am Neusiedlersee segeln ist. Schöberl ist weg - ich erzähle ihr alles. Antwort "machst du Witze - das gibt es nicht" Ich brülle, daß mir nicht nach Witzen ist und knalle den Hörer hin.
Ja, wenn der eine Kletterwand bei der Abrichtung schafft, dann schafft er vielleicht auch den Zaun. Also, in den Wagen und die ganze Siedlung absuchen - auch Nichts. Völlig verzweifelt gehe ich wieder ins Wohnzimmer und denke mir:" schaust auch ins Schlafzimmer." Die Tür ist verschlossen. Ja sie ist zu, aber es ist nichts da, daß das Schloss einschnappen könnte und sie ist ein bisschen verzogen, also liegt sie ganz dicht an. Ich mache die Tür auf... wer grinst mich da blöd an....... Herr Schöberl! Also, damals wollte ich diesen Schweinehund umarmen und prügeln zugleich..... naja es ist beim Umarmen geblieben. Hat er sich beim Fernsehen ins Schlafzimmer verzogen und ins Bett meines Kumpels gelegt. Am Abrichteplatz beim Versteck, da kann er bellen, im Schlafzimmer da grinst er blöd. Er hat wirklich gegrinst, wie eben nur ein Boxer grinsen kann. Ich sage euch, das war ein Schreck.
War ein Schrecken mit Happy End!!!

Ein Gentleman!
Am Abend um ca. 22Uhr ist das letzte letzten Gassi gehen angesagt. Wir - das heißt Schimanski, Hr. Schöberl und Aquila - gehen über die Straße, auf der anderen Seite ist nämlich das ideale Schnuppergelände. Große Wiese mit vielen Bäumen und Sträuchern. Vorausschicken muß ich, daß Schimanski leider ein leidenschaftlicher Raufer ist, kein Hund ist ihm zu groß und er war auch noch nie ein Verlierer. Aus diesem Grund muß ich immer höllisch aufpassen und viel Weitblick haben. Nun - um 23 Uhr ist bei uns sehr selten wer auf der Straße. So 50 bis 60 Meter an der Ecke ist eine Telefonzelle. Diesmal stand dort eine Person - sah von weiten aus wie ein Penner mit vollgeladenem Fahrrad und ein schäferartiger Hund. Schimanski sieht den Hund und saust ab. Mein Rufen hilft natürlich nicht, er ist schon um die Ecke verschwunden. Ich nehme die Beine in die Hand und hetze hinten nach. Doch was ist das? Schimanski kommt um die Ecke zurück - mit heruntergeklapptem Stutzen und rennt mir in offensichtlicher Panik entgegen. Hinter ihm ein Rehpinscher - vielleicht 3 kg schwer und keift (bellen kann man das nicht nennen) fürchterlich. Schimanski rennt, immer mit Blick nach hinten . Zehn Meter vor mir gab der Kleine die Verfolgung auf. Schimanski stand neben mir und machte den typischen Ansatz zum Bellen. Herrchen - ich - bog sich vor Lachen. Aber es zeigt, daß unsere Boxer nicht nur Clowns sondern auch Gentlemen sind, denn jeder Biß von Schimanski hätte für den Kleinen böse Folgen gehabt. Ja - und so hat er sogar auf den Catch mit dem Schäfer vergessen.

Ein sehr heißer Sonntag!
Um 7 Uhr wach ich auf - der Polster ist jetzt schon feucht - wird wieder ein heißer Tag. Raus aus dem Bett und hinunter in die Küche. Außer mir sind nur noch die Hunde im Haus. In der Küche den Kaffee aufgesetzt zum Postkasten die Zeitung geholt, den Radio angestellt. Erschöpft setz ich mich hin rauch mir eine Zigarette an - blättere in der Zeitung. Die Kaffeemaschine ist auch nicht mehr die Jüngste - wie lang das dauert. Schani liegt bei meinen Füßen und döst vor sich hin. Aquila im Vorzimmer auf den Fliesen. Schöberl im Wohnzimmer im Körbchen und Schimanski - wie immer - auf der Bank.
Na endlich, der Kaffee ist fertig. Das Thermometer neben mir an der Wand zeigt innerhalb einer halben Stunde um 2 Grad mehr an. Kaffee ist ausgetrunken und jetzt begebe ich mich ins Bad. Bis jetzt war das alles schon Schwerarbeit. Rein in die Klamotten und fertig machen zum Gassi gehen. Angezogen schlürfe ich ins Vorzimmer hinter mir schon die Prozession Hunde. Als ich in die Schuhe schlüpfe werden die Vier hektisch noch hektischer als ich die leinen in die Hand nehmen. Schani muß ich an die Leine nehmen, denn der haut ja sonst ab. Wir gehe zum Wagen und vor der Hecktüre kommt es zu einer Drängelei wer als erster hineinkommt. Alle verstaut ich steige ein und stöhne wegen der Hitze im Wagen auf. Schnell Fenster und Dach auf. Ab geht's zum Abrichteplatz.
Zwei sind schon am Platz und so kann ich die Meute heraus lassen. Die Vier nehmen die Hitze ganz locker, denn bis ich bei der Hütte bin haben die schon zweimal den Platz umrundet. Es wird ein bißchen geplaudert dann gehe ich hinaus und stelle eine Riesenschüssel mit Wasser hin. Es wird dankbar gesoffen. Und weiter geht die wilde Jagt. Die merken scheinbar gar nicht, daß wir schon auf fast 30 Grad sind. Nun ja die Zunge hängt schon ganz schön heraus. Ich schlürfe meinen zweiten Kaffee aus und sehe dann doch, daß zwei schon im Schatten liegen. Na - dann fahren wir halt in den Garten.
Es ist schon Mittag und die Temperatur klettert weiter. Ich gehe in die Küche und mache mir ein großes Glas Limo mit viel Eis. Dann wieder in den Garten. Die Kleider kleben schon am Körper - ein Blick auf das Thermometer - 35 Grad im Schatten. Mir wird gleich noch heißer. Ich gehe zum Schuppen und hole mir einen Liegestuhl, suche mir ein schattiges Plätzchen und sinke vor Hitze stöhnen auf den Stuhl. Ach - das kalte Getränk tut gut, aber vom Eis ist nichts mehr zu sehen.
Jetzt stehe ich noch mal auf, denn die vier Hunde stehen beim Wasserhahn im Garten. Ich lasse mit dem Schlauch, der am Wasserhahn angeschlossen ist, kaltes Wasser in eine Schüssel und bei der Gelegenheit spritze ich sie auch an. Zwei flüchten vor dem Wasserstrahl und zwei beginnen mit dem Strahl zu „kämpfen" - ist ja sehr lustig.
So - Schluss mit den Wasserspielen. Ich lege mich wieder hin und die Hunde machen das Gleiche. Ich muß wohl eingeschlafen sein, denn ich merkte nicht, was sich da abspielte.
Mit einem lauten Schrei wache ich auf. Der eiskalte Wasserstrahl ist auf mich gerichtet. Ich will aufspringen und stürze mit dem Stuhl um. Verdammt - der Eisstrahl wird immer wieder auf mich gelenkt - mal ist er weg und Augenblicke später wieder da. Was war das?
Den Hunden war langweilig - niemand war da um sie zu bespritzen und Herrchen hat geschlafen. Irgend einer muß irgendwie das Wasser aufgedreht haben. Natürlich tanzte dann der Wasserschlauch herum. Und wie die nun mal sind muss man diesen tanzenden Schlauch ja fassen und natürlich will in jeder haben. Zwei der Hunde kämpften mit und um denn Wasserschlauch und wichen aber dem Strahl immer aus. Wer war das Opfer - ich. Ich bekam immer und immer wieder den vollen - eiskalten Strahl zu spüren. Diese Hundesöhne achteten gar nicht darauf, dass mich durch die plötzliche Abkühlung, fast der Schlag traf.
Und das bei 35 Grad - im Schatten!
Und die sind noch ganz erstaunt - warum ich scheinbar vor Schmerz brülle!
Eben Boxer mal 4!


Er ist zwar kein Boxer - aber die können das auch!
Odins Vorstellung!

Ein Freund von mir fragte mich, ob ich ihm meinen Wagen borgen würde, da er etwas Sperriges führen mußte. Er nahm seinen Hund mit, ein ca. 80 kg schwerer Bullmastiff. Er blieb auf einer belebten Straße stehen. Mein Wagen ist mit lauter Boxeraufklebern beklebt. Zwei Frauen gingen auf den Wagen zu :" Jö - schau, der hat lauter Boxer aufgeklebt - gleich drei, schauen wir, ob welche drinnen sind". Gesagt - getan, schon klebten sie mit der Nase an der Heckscheibe - denn nur von dort kann man hineinsehen. Odin mag das nicht, wenn jemand an das von ihm annektierte Auto heran kommt. Mit einem tiefen, urzeitlichen < Wauooo > donnerte er gegen die Scheibe, der Wagen wurde fürchterlich erschüttert. Schon rollten eine Limoflasche - Bananen und eine Packung Eier über den Gehsteig:-))) Die zwei Neugierigen waren derartig erschrocken zurückgesprungen und haben dabei eine ahnungslose Passantin nieder gestoßen.
" Das ist aber kein Boxer - das ist ja ein Ungeheuer" sagten sie. Mehr konnte ich nicht verstehen, da ich mich vor Lachen bog. Nur sehr blaß waren sie - das sah ich schon !

Unbestechlich !
Kühles Wetter - man sitzt am Hundeplatz in der Hütte. Natürlich denkt man auch ans leibliche Wohl und jeder mampft irgendetwas. Natürlich auch der Obmann. Unser lieber Odin sitzt da und bettelt den Obmann an. Dieser vertilgt gerade einen Toast. Nun Obmann hat ein gutes Herz und gibt Odin einen Happen ab. Schmatz - Happen ist weg - verloren in einem Riesenmaul. Obmann hat ein gutes Herz und nimmt Papierserviette - wischt geiferndes Maul von Odin ab.Papierserviette weicht sich am Geifer von Odins Maul auf und ein Stück bleibt in Odins Maul hängen. Obmann hat ein gutes Herz und will Papierfetzen aus Odins Lefze entfernen. Will - doch man entfernt nichts ungestraft aus Odins Maul - noch dazu fremde Hände. Diese Verjüngung mit dem schwarzen Knopf an diesem mächtigen Schädel heißt Fang und was macht man mit einem Fang ? Richtig man fängt etwas ! Diese weißen Dinger in diesem Fang heißen Gebiß und von Gebiss wird beißen abgeleitet. Plötzlich ein Riesensprung - ein lauter Schrei - " er hot mi bissn" rechte Hand hoch - nein höher - in die Luft von der linken Hand gestützt. Es wird wiederholt" - er hot mi bissn! - er hot mi bissn "! Ein bißchen Blut und viel Lärm um nicht viel !
Nun - der Finger ist dran geblieben.
Und die Moral von der Geschichte: Greife nie in ein fremdes Maul und versuch nicht, daraus etwas zu entfernen !